Das braucht ein gutes Restaurant 19. Januar 2011
Posted by admin in : Deutsch , trackbackGastronomie gibt es wie Sand am Meer und fast täglich eröffnen neue Läden ihre Türen, die überzeugt davon sind, dass das nicht so schwer sein kann. Oder sie glauben die Geschäftsidee zu haben, die alle anderen übertrifft. Jedoch machen drei Viertel aller neu eröffneten Gastronomiebetriebe schon im ersten Jahr wieder pleite. Wer dieses erste Jahr überlebt, kann anscheinend durch irgendetwas überzeugen. Das muss nicht immer nur das gute Essen sein, sondern auch das Drumherum ist für den Erfolg enorm wichtig.
Guter Service und leckeres Essen
Sicher sind nette Kellner und Mitarbeiter sowie eine hohe Qualität der Speisen und Getränke von immenser Bedeutung. Doch woran ein Restaurantbetrieb oft wirklich scheitert, sind eher die Kleinigkeiten. Die Servietten dürfen ruhig aus Stoff und mit dem Restaurantnamen bestickt sein. Schon lange lässt die gehobene Gastronomie Bekleidung besticken, warum soll nicht auch ein kleinerer Betrieb den Namenszug auf Serviette und Kellnerschürze tragen? Das macht einen edlen Eindruck und vermittelt eine Sorgfalt, die sich jeder Gast auch von der Küche wünscht – und die Sorgfalt angesichts der edlen Ausstattung auch automatisch auf diese überträgt. Wenn dann die Kellner noch eine passende Uniform anhaben und die Teller sicher und schnell von der Küche zum Tisch tragen, ist ein wesentlicher Teil des guten Eindrucks schon einmal geleistet.
Neue Gastronomiekonzepte
Inzwischen gibt es mehr unterschiedliche Konzepte und Variationen der Systemgastronomie als sich ein Mensch merken kann. Ein wenig nervt es, wenn man in ein Restaurant kommt und nicht weiß, ob man jetzt bedient wird, ob man am Tresen bestellen und sein Essen selbst mitnehmen muss, ob man per elektronischer Ausrüstung Bescheid kommt, wenn man zur Küche gehen muss, oder ob man das Essen von einem Kellner serviert bekommt. So ist es nicht verwunderlich, dass sich solche innovativen Konzepte nur dann durchsetzen können, wenn eine gewisse Bekanntheit durch die Größe der Kette vorausgesetzt werden kann. In kleinen, individuellen Restaurants kommen solche Experimente meist eher schlecht an. Vor allem da diese dermaßen überstrapaziert wurden, dass ein neu eröffneter Laden, vielleicht gerade durch ein klassisches Servicekonzept Kunden überzeugen kann. Endlich alles ganz normal: Bestellen, serviert bekommen, bezahlen und das alles vom Tisch aus. Sich abheben um jeden Preis muss nicht zum Erfolg führen. Wer aber wirklich eine gute Idee hat, sollte sich nicht entmutigen lassen und kann es ruhig versuchen. Es sollte dann nur viel Zeit und Mühe auf die Startphase gelegt werden, um die Gäste sanft und zuvorkommend in das Prozedere einzugewöhnen. Nur das garantiert, dass sie wieder kommen und sich nicht nach einem Besuch “der Sache” nicht mehr aussetzen wollen.
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