Augenpflaster als Schielpflaster 26. Januar 2011
Posted by admin in : Deutsch , trackbackAugenpflaster sind äußerst nützliche medizinische Hilfsmittel. Sie dienen als Pflasterverbände zur Behandlung von Augenkrankheiten und Verletzungen an den Augen. In ähnlicher Weise verhält es sich bei sterilen Augenpflastern, die für die Wundversorgung notwendig sind. Ihren wohl bekanntesten Einsatz haben Augenpflaster innerhalb der Okklusionstherapie, bei der sie als Schiel- oder auch Okklusionspflaster zur Behandlung der verbreiteten Sehbehinderung eingesetzt werden.
Augenpflaster helfen, Ambylopie vorzubeugen
Weltweit schielen etwa fünf Prozent aller Menschen. Dazu gehören nicht nur die Betroffenen, die zu mindestens 40 Grad nach innen schielen, wie man es auch von Grimassenschneidern kennt. Es gibt auch viele Menschen, bei denen ein Schielen von weniger als 40 Grad vorliegt. Nicht wenige Personen empfinden den Anblick eines schielenden Menschen als amüsant und nicht umsonst ist es als Grimasse bei zahlreichen Komikern vertreten. Jim Carrey oder Jerry Lewis sind bekannt für das Verdrehen ihrer Augen. Dennoch darf man das Problem des Schielens nicht unterschätzen. Es verursacht zwar keine Schmerzen, jedoch kann Schielen zu einer sogenannten Ambylopie, der Schwachsichtigkeit, führen. Mit einem Augenpflaster kann man dieses Problem behandeln. Bei einer dementsprechenden Okklusionstherapie wird das Augenpflaster über das besser sehende Auge geklebt. Dieses Augenpflaster muss lichtundurchlässig sein, damit das schlechter sehende Auge zum Sehen gezwungen wird und ein solches lichtundurchlässiges Augenpflaster wird im Zuge der Okklusionstherapie stunden- oder zum Teil auch tageweise über das betreffende Auge geklebt. Ohne eine solche Therapie gleicht das Gehirn die mangelnde Sehfähigkeit und die fehlerhafte Zusammenarbeit des schielenden Auges aus, indem es praktisch die Funktion dieses Auges einstellt. Eine solche Schwachsichtigkeit bezeichnet man als Ambylopie, der auf die beschriebende Weise mittels Augenpflaster vorgebeugt werden kann.
Augenpflaster helfen nicht nur im Kindesalter
Eine erfolgreiche Okklsuionstherapie, bei der solche Augenpflaster genutzt werden, ist nicht nur bei Kindern möglich. In jedem Alter gibt es durchaus Erfolgschancen. Bei Kindern bis zu 12 Jahren ist die Fähigkeit der Regeneration des beeinträchtigten Auges weit besser als bei älteren Menschen. Augenpflaster sind dabei derart hilfreich, dass entgegengesetzt der verbreiteten Erwartung keine Operation der Sehorgane zwingend notwendig wird. In etwa der Hälfte aller Fälle ist ein solcher Eingriff nicht nötig. Die Schielbehandlung mit Hilfe der Augenpflaster bewahrt auf diese Art auch ältere Patienten vor einem riskanten Eingriff an den empfindlichen Sehorganen. Die Okklusionstherapie wird von einem Augenarzt und einem Orthoptisten individuell auf die Patienten und die jeweilige Diagnose ausgerichtet. Während die erwachsenen Patienten in den meisten Fällen die Behandlung ohne Widerwillen über sich ergehen lassen, ist es in Bezug auf die Kinder sehr hilfreich, dass es mittlerweile optisch ansprechende Augenpflaster in bunten Farben gibt. Die schielenden Kinder, die man am besten in jungen Jahren gleich zur Behandlung bringt, lassen sich durch die Gestaltung der Augenpflaster und die spielerischen Sehtest zu Anfang der Therapie leichter von dem eigentlich sonst störenden Pflaster überzeugen.
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